„Wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden“: Papst Leo spendet Segen Urbi et Orbi

catholicnewsagencyworld April 5, 2026

Papst Leo XIV. hat am Mittag des Ostersonntags den berühmten Segen Urbi et Orbi gespendet und gleichzeitig einen Friedensappell an die Welt gerichtet: „Wir dürfen nicht länger gleichgültig bleiben! Und wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden!“ „Der Friede, den Jesus uns schenkt, beschränkt sich nicht darauf, die Waffen zum Schweigen zu bringen, sondern berührt und verwandelt das Herz eines jeden von uns“, sagte er. „Bekehren wir uns zum Frieden Christi! Lassen wir den Ruf nach Frieden erklingen, der aus dem Herzen kommt!“ „Lassen wir uns im Licht des Osterereignisses von Christus überraschen!“, rief der Pontifex die Menschen auf. „Lassen wir unser Herz von seiner unermesslichen Liebe zu uns verwandeln!“ „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder!“, fuhr Leo fort. „Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen!“ https://www.youtube.com/watch?v=bPPPaSzbcL4 Der Papst verwies auf die Kraft Jesu Christi, die „vollkommen gewaltfrei“ sei: „Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde fällt und stirbt, wächst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen Ähre wird. Noch mehr gleicht sie der Kraft eines menschlichen Herzens, das nach einer Kränkung seinem Racheinstinkt nicht folgt und voll Erbarmen für den betet, der es verletzt hat.“ Dies sei „die wahre Kraft, die der Menschheit Frieden bringt, denn sie sorgt für respektvolle Beziehungen auf allen Ebenen: zwischen den Menschen, den Familien, den sozialen Gruppen und den Nationen. Sie zielt nicht auf Partikularinteressen ab, sondern auf das Gemeinwohl; sie will nicht ihren eigenen Plan aufzwingen, sondern dazu beitragen, ihn gemeinsam mit anderen zu entwerfen und zu verwirklichen.“ „Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen, wir finden uns damit ab und werden gleichgültig“, räumte der Papst ein. „Gleichgültig gegenüber dem Tod Tausender Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren.“ Demgegenüber forderte er: „Lassen wir am heutigen Festtag alle Streitlust, jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter uns und bitten wir den Herrn, er möge der Welt seinen Frieden schenken – einer Welt, die von Kriegen heimgesucht und von Hass und Gleichgültigkeit gezeichnet ist, die uns dem Bösen gegenüber machtlos erscheinen lassen.“